| | | . | | Allgemeine
Fehlerquellen | - Rechtschreib-, Stil-
und Zeichensetzungsfehler deuten auf Oberflächlichkeit
und Desinteresse. Daher Bewerbungsunterlagen immer von einem
Dritten vor der Versendung auf Fehler und offensichtlich
schlechten Stil durchchecken lassen.
- mangelhafte
Qualität des verwendeten Materials deutet auf
Schlampigkeit; dazu gehören:
- Flecken, und
Eselsohren
- schlechte Fotokopien
- billiges Papier, schlechte
Ausdrucke und sichtbar mehrfach verwendete Materialien
- doppelseitige Kopien
oder Schriftstücke, was zwar Porti spart, es aber dem
Empfänger nicht ermöglicht, die einzelnen Schriftstücke
für eine bessere Übersicht nebeneinander zu legen
- lose und unsortierte
Blattsammlungen, bei denen erst lange sortiert werden
muss, um den Überblick zu behalten
- unfrankierte oder zu
gering frankierte Umschläge, bei denen der Empfänger
Nachporto zahlen muss; daher Unterlagen bei der Post immer
wiegen und dort gleich frankieren lassen
- falsche oder
unvollständige Adresse auf dem Umschlag zeigt, dass
sich über den Betrieb nicht richtig informiert wurde oder
der Brief ist gar länger unterwegs und Fristen können
nicht eingehalten werden
- Verwendung von "TippEx",
Streichungen und sonstigen Korrekturen und
offensichtlichen nachträglichen Veränderungen, was von
Nachlässigkeit und mangelnder Einsatzbereitschaft zeugt
- fehlende bzw.
unvollständige Anlagen erwecken den Eindruck, der
Bewerber hätte etwas zu verbergen
- Versand von
Originalunterlagen, wenn es nicht unbedingt vorher
gefordert wurde
| | Fehler
im Anschreiben | - handgeschriebene oder mit
einer veralteten Schreibmaschine verfasste Anschreiben,
suggerieren Unfähigkeit, mit den üblichen
Büroarbeitsmitteln umgehen zu können
- Massensendungen von
unpersönlichen, nicht auf den spezifischen Betrieb
abgestimmten Schreiben mit Standardtexten
- Verwendung eines falschen
bzw. veralteten Datums, was darauf hindeutet, dass
Bewerbungen "auf Vorrat" geschrieben bzw. nicht
gründlich genug erarbeitet wurden
- Verwendung der Formel
"Sehr geehrte Damen und Herren", wenn es
einen spezifischen Ansprechpartner gibt
- Fehler bei der Schreibung
des Firmennamens oder des Ansprechpartners demonstriert
Desinteresse und eventuell fühlt sich der Ansprechpartner
gar persönlich gekränkt
- fehlende Betreffzeile
- den aller ersten
Satz mit "Ich" anfangen bzw. dauernd Sätze mit
"Ich" beginnen; ist unhöflich und zeugt von
Egozentrik
- zu viele biographische
Angaben im Anschreiben, die überflüssig sind, da diese
Punkte bereits im Lebenslauf genannt sind
- der Text gleicht inhaltlich
dem der Stellenanzeige des Unternehmens; Abschreiben
kann jeder, viel mehr geht es darum, zu schildern, wie man
dem Anforderungsprofil aus der Stellenanzeige gerecht werden
kann
- Verwendung von inhaltsleeren
Schlagwörtern und Floskeln, wie z.B. "Ich bin
motiviert, elanvoll sowie offen und daher genau der richtige
Mann für Sie!"
- Verwendung offensichtlicher
Übertreibungen und durchschaubarer Unwahrheiten
- kein konkreter Bezug auf
die Stelle, d.h. auf das Anforderungsprofil und wie man
diesem gerecht werden will, wird nicht eingegangen
- falsche oder veraltete
Berufsbezeichnungen weisen darauf hin, dass sich über
den Beruf nicht richtig informiert wurde
- Ungereimtheiten zwischen
Angaben im Anschreiben und im Lebenslauf, was nicht
gerade zur Glaubwürdigkeit beiträgt
- Überschreitung von maximal
zwei Seiten (besser immer nur eine!), da der Empfänger schnell die
wesentlichen Informationen heraus filtern will und keine Zeit für Romane
hat
- fehlende Gliederung und zu
wenig Absätze zwischen den einzelnen Abschnitten,
wodurch der Text schwerer zu lesen bzw. zu erfassen ist
- fehlende handschriftliche
Unterschrift zeugt von Flüchtigkeit
- Verwendung veralteter bzw.
archaisch klingender Wendungen, wie
"hochachtungsvoll", "diesbezüglich" und
"ergebenst"
- Aufzählung jeder einzelnen
Anlage
| | Fehler
im Lebenslauf | - zeitliche Lücken und
fehlende berufliche Kenntnisse suggerieren, dass der
Bewerber etwas Unangenehmes zu verbergen hat
- Nichtübereinstimmung der
Daten im Lebenslauf mit denen im Anschreiben und den
beigefügten Anlagen, zeugt von Ungenauigkeit bei der
Zusammenstellung der Unterlagen oder gar dem Versuch,
gewisse Einzelheiten "zu vertuschen"
- Aufführung von für den
Arbeitgeber irrelevanter Informationen, wie z.B.
Mitgliedschaft im "Fix- und Foxi-Club" oder Tod
der Großeltern
- fehlendes oder gar falsches
Datum auf dem Lebenslauf lässt auf Ungenauigkeit und
Massensendungen schließen
- zu langer und
unübersichtlicher Lebenslauf (maximal zwei
Seiten; bei Akademikern können es auch mal drei sein)
- fehlende Unterschrift auf
dem Lebenslauf
- mehr Platz für Hobbys als
für Berufserfahrungen (eine Ausnahme bilden hier nur
Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz, da hier im Regelfall
noch keine Berufserfahrung vorhanden ist)
- Schilderung von Partei-
oder Religionszugehörigkeit (mit Ausnahme bestimmter
Betriebe)
- Vernachlässigung außerberuflich
erworbener Fertigkeiten und Kenntnisse, die für einen
Arbeitgeber interessant sein könnten (Computererfahrung,
Sprachen, Umgang mit Menschen etc.)
| | Fehlerquellen
hinsichtlich des Passbildes: | - Verwendung von sichtbar
bereits mehrfach benutzten Bewerbungsfotos zeugt von
Nachlässigkeit
- fest aufgeklebtes
Bewerbungsfoto, das von den Unterlagen nicht losgelöst
werden kann (lieber Fotoecken verwenden und auf die
Rückseite des Bildes den Namen schreiben)
- mit einer Büroklammer
angestecktes oder gar angetackertes Foto, da dieses dadurch
knickt oder beschädigt wird
- lose in den Umschlag
eingeworfenes Foto
- Verwendung von
Automatenbildern, da diese qualitativ häufig mangelhaft
sind und den Bewerber nicht gerade "im besten
Licht" zeigen
- Urlaubsbilder als
Bewerbungsfotos, was unprofessionell wirkt
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