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Der Lebenslauf in der klassischen Bewerbung

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Ein Lebenslauf soll dem Unternehmen Aufschluss über die fachlichen aber auch die persönlichen Eckdaten des Bewerbers geben. Üblich ist heute ein gedruckter tabellarischer Lebenslauf, in welchem die wichtigsten Informationen stichpunktartig aufgeführt und zwei Seiten nicht überschreiten werden sollten. Knapp, übersichtlich und lückenlos werden die wichtigsten Daten des Bewerbers darstellt. Nur, wenn es unbedingt gefordert wird, sollte heute ein handgeschriebener ausführlicher Lebenslauf  verfasst werden. Daher findet bei den nachfolgenden Betrachtungen ausschließlich nur der tabellarischen Lebenslauf Beachtung.

 

Hinsichtlich der graphischen Gestaltung gibt es viele Freiräume. Allerdings sollten folgende Kriterien beachtet beachtet werden:

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  • Übersichtlichkeit:
    die Daten müssen auf eine Blick erfasst erfasst und genau zugeordnet werden können. Es gilt daher: 
    • ausreichend Absätze zwischen den einzelnen Punkten zu lassen
    • eine lesbare und in ihrer Größe annehmbare Schriftart zu verwenden
    • nicht alle Informationen auf eine Seite "quetschen zu wollen"; dann lieber zwei Seiten verwenden
  • Strukturierung/Gliederung:
    eng verbunden mit der Übersichtlichkeit ist eine sinnvolle Strukturierung bzw. Gliederung, die dem Leser die Zuordnung der Daten erleichtert. Nachfolgend Kriterien, nach welchen eine Strukturierung der Unterpunkte sinnvoll erscheint:
    • persönliche Daten
    • schulische Daten und Abschlüsse
    • berufliche Daten
    • sonstige Qualifikationen und Informationen
  • Lückenlosigkeit:
    Lücken im Lebenslauf suggerieren immer, dass der Bewerber etwas Unangenehmes zu verbergen hat und werden im Regelfall negativ ausgelegt. Daher sollten auch Zeiten der Arbeitslosigkeit nicht einfach ausgelassen werden (vielleicht wurde sie ja auch z.B. mit einer Weiterbildung etc. sinnvoll genutzt).
  • Präzision:
    Vermeiden Sie langatmige Umschreibungen und kommen gleich auf den Punkt (was wurde wann und wo und ggf. warum getan?) - der Arbeitgeber möchte nicht lange raten, was denn nun eigentlich gemeint ist. Außerdem schützt diese Vorgehensweise vor möglichen Fehlinterpretationen. 
  • Maßgeschneidertheit:
    Genau wie das Anschreiben müssen die Aussagen des Lebenslaufes an den jeweiligen Empfänger angepasst werden: z.B. ist der Hinweis auf das Lieblingshobby Briefmarken und alte Bücher bei einer Bewerbung bei der Post oder im Antiquariat durchaus sinnvoll (oder, um sie einer Abendbekanntschaft vorzuführen). Andere Arbeitgeber interessiert dies aber wenig; in kontaktorientierten Berufen kann dieses Hobby sogar zum Nachteil ausgelegt werden, da mit diesem Hobby oft Eigenbrötler etc. assoziiert werden. Daher überprüfen Sie alle Angaben, ob diese für den spezifischen Arbeitgeber relevant sind.

 

Je nach biographischer und persönlicher Situation sind inhaltlich spezifische Informationen im Lebenslauf zu verarbeiten bzw. werden von den Unternehmen erwartet. Daher nachfolgend Vorschläge möglicher Inhalte von Lebensläufen verschiedener Personengruppen. Ob alle Angaben in jedem Fall sinnvoll sind, ist im Einzelfall abzuwägen. Auch die Reihenfolge ist nicht zwingend. Eine sinnvolle Gliederung bzw. Erarbeitung von Merkmalsbündelungen ist anzuraten:

Ausbildungsplatzsuchende

 

Beispiel

Absolventen

 

Beispiel

berufliche Umsteiger

 

Beispiel

 

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Selbstverständlich darf die Überschrift "Lebenslauf" auf dem Dokumentkopf nicht vergessen und, sofern kein Deckblatt, auf welchem das Foto angebracht wird, vorhanden ist, muss rechts oben genug Platz gelassen werden, um dort das Bewerbungsfoto zu platzieren.
Zum Schluss des Dokumentes nicht vergessen, den Ort und das Datum zu nennen und mit vollem Vor- und Zunahmen handschriftlich unterschreiben.

Vor- und Zunahme:
Selbstverständlich gehört der eigene Vor- und Nachname auf den Lebenslauf. Auch nachdem die einzelnen Unterlagen voneinander getrennt worden sind, können diese dem korrekten Bewerber zugeordnet werden und der Name prägt sich in das Gedächtnis des Personalverantwortlichen ein. Ob nun diese Information direkt in der Überschrift ("Lebenslauf von Christian Scheller" / "Christian Scheller - Lebenslauf") oder in der weiteren Aufzählung untergebracht wird, ist reine Geschmackssache.

Anschrift und Telefon:
Eigentlich handelt es sich bei der Angabe von Anschrift und Telefonnummer um relativ überflüssige Informationen, da diese im Kopf des Anschreibens bereits genannt sind und immer mehr Bewerber lassen diese Angaben einfach weg, um mehr Raum für wesentliche Informationen zu haben. Wer absolut sicher gehen will, sollte diese Informationen trotzdem im Lebenslauf unter bringen.

E-Mail- und Homepageadresse:
Die Angabe der E-Mailadresse ermöglicht es dem Arbeitgeber, Ihnen schnell und unkompliziert Nachrichten zukommen zu lassen. Zudem demonstrieren Sie, dass neue Kommunikationsformen für Sie kein Problem darstellen. Wenn Sie eine E-Mailadresse angeben, sollten Sie natürlich sicher stellen, dass Sie auch jeden Tag einen Blick in Ihr Postfach werfen können, um auch kurzfristige Termine wahrnehmen und Anfragen zeitnah beantworten können.
Die eigene Homepage kann ein gutes Mittel sein, um dem Arbeitgeber mehr über  sich und die eigenen Kenntnissen zu vermitteln sowie Ihre technischen und gestalterischen Fähigkeiten zu demonstrieren. Behandelt die Homepage vielleicht sogar eine Thematik, die Sie beruflich ebenfalls verfolgen, sollte auf jeden Fall ein entsprechender Link nicht fehlen. Vorsicht mit Homepages, die überhaupt nichts mit Ihrer beruflichen Tätigkeit zu tun haben (z.B. bei einer Bewerbung als Bankkaufmann interessiert sich kein Arbeitgeber für die letzten Urlaubsfotos in Badehose auf Bali, was bei einem Reisekaufmann hingegen durchaus positiv gewertet werden kann).

Geburtsdatum/ -ort:
Geburtsdatum und der Geburtsort dürfen auf keinen Fall fehlen, da das Alter bei der Einstellung noch immer eine große Rolle spielt.

Eltern:
Großer Wert wird bei Bewerbern um einen Ausbildungsplatz auf Angaben zu den Eltern gelegt. Neben den Namen sollte auch noch der jeweilige Beruf der Elternteile genannt werden. Aus diesen Daten entnehmen Arbeitgeber nicht selten Informationen über Erziehung und Lebensumstände; zumindest versuchen sie Rückschlüsse zu ziehen ("ah, Arztsohn - bestimmt gute Erziehung"). Im Idealfall entspricht der eigene Berufswunsch dem eines Elternteils, was in Anschreiben und Vorstellungsgespräch als gute Argumentationsgrundlage dienen kann ("Den Beruf meiner Mutter fand ich schon immer toll und will das jetzt auch gerne machen, weil...").

Geschwister:
Einen vollen Namen und die Berufsbezeichnung der einzelnen Geschwister brauchen nicht aufgeführt zu werden; es sei denn der Bruder oder die Schwester übt den Beruf aus, für den auch die Bewerbung erfolgt oder er/sie arbeitet in der gleichen Firma. Lediglich das Geschlecht und das Alter sind interessant, z.B. "zwei ältere Brüder". Einige Personalchefs glauben nämlich, dass durch die Stellung innerhalb der Familienhierarchie auf bestimmte Persönlichkeitsmerkmale schließen lässt - `der älteste Bruder -> verantwortungsbewusst, Vorbildfunktion`  `der mittlere Bruder -> hat gelernt, sich nach oben (großer Bruder) unter zu ordnen  und leitet den kleinen Bruder an`. Leider sind viele Personalverantwortliche verkappte Hobbypsychologen und halten diese Stereotypen für allgemeingültig und messen ihnen große Bedeutung bei.

Schulbildung:
Hier sollten in chronologischer Folge (also mit der Grundschule beginnend) die besuchten Schultypen mit Jahreszahlen aufgeführt werden. Dabei sollte diese Aufzählung lückenlos sein;  Lücken sind im schlimmsten Fall Anlass zu Zweifeln an der Ehrlichkeit des Bewerbers. Die Personalchefs wollen dadurch auch Einblicke in die schulische Entwicklung gewinnen: wie oft ist er sitzen geblieben? hat er die Schulform wechseln müssen (Aufstieg / Abstieg)?

Schulabschlüsse:
Den Arbeitgeber interessieren natürlich auch die erreichten Schulabschlüsse, die zusammen mit der erreichten Endnote und dem Jahr, in dem der Abschluss erreicht wurde, angegeben werden. Natürlich dürfen in der Anlage der Bewerbung Ablichtungen der genannten Abschlusszeugnisse nicht fehlen.

Lieblingsfächer bzw. Leistungskurse:
Natürlich sind auch Lieblingsfächer und/oder Leistungskurse für den Arbeitgeber von Relevanz. Bestimmte in der Schule vermittelte Inhalte sind Grundlage für bestimmte Berufsfelder bzw. dort allgegenwärtig und es kann nur von Vorteil sein, wenn der Bewerber dort bereits seine Interessen hat und Erfahrungen gesammelt hat. Zudem lässt sich eine Berufswahl gut mit diesen Fächern begründen.

Fremdsprachen:
Durch das Internet und die voranschreitende Globalisierung sind in vielen Berufen Fremdsprachenkenntnisse gefragt. Mit ihnen zeigt der Bewerber aber auch seine Sprachkompetenz und geistige Beweglichkeit.

Praktika und Praxissemester:
Die Erwähnung absolvierter Praktika ist eine gute Gelegenheit zu verdeutlichen, dass der Bewerber bereits Erfahrungen in der Berufswelt und eventuell gar im angestrebten Berufsbild oder der Firma, an welche die Bewerbung gerichtet ist, gesammelt hat. Daher sollte bei der Auflistung der Praktika auf keinen Fall vergessen werden, bei welcher Firma und in welcher Abteilung gearbeitet wurde bzw. an welchem Aufgabenschwerpunkt gearbeitet wurde.

besondere Kenntnisse:
Unter besonderen Kenntnissen sind alle Kenntnisse und Fertigkeiten zu verstehen, die über die von einem Bewerber in einer bestimmten Lebenslage zu erwartenden hinaus gehen. Dies kann bei einem Schüler z.B. die Erfahrung im Umgang mit Kunden und der Scannerkasse durch die Aushilfe im elterlichen Geschäft sein. Auch außerbetrieblich erworbene Kenntnisse, wie der Computerkurs an der Volkshochschule oder autodidaktisch erworbene Kenntnisse zählen dazu. Solche Kenntnisse sind die Chance, dem Betrieb zu zeigen, dass man mehr kann als die anderen Bewerber und nicht nur Anforderungen gerecht, sondern auch noch zusätzliches, dem Betrieb nützliches Potential einbringen kann.

Hobbys:
"Warum sollte ich meine Hobbys aufführen? Schließlich soll ich da doch arbeiten!" Diese Frage haben in Seminaren Bewerber sehr oft gestellt - oft wird nämlich unterschätzt, dass Hobbys und Freizeitaktivitäten viel über einen Menschen und seine Persönlichkeit aussagen können. Viele unterschiedliche Hobbys können beispielsweise auf einen sehr aktiven Menschen hindeuten und wenige eintönige auf einen trägen Zeitgenossen, der vielleicht auch im Beruf ähnlichen Elan an den Tag legt. Zudem kann durch die Hobbys auch auf soziale Fähigkeiten geschlossen werden - ein Bewerber, der die Hobbys Lesen, Fernsehen und Schwimmen angibt, wird schnell als Eigenbrötler abgestempelt, da es sich um Aktivitäten handelt, die im Regelfall allein geschehen.

Familienstand; ggf. Alter und Anzahl der Kinder:
Natürlich sind für den Arbeitgeber auch die Familienverhältnisse des Bewerbers interessant. Ein Familienvater wird es bei einer umfangreichen flexiblen Arbeitszeit wohl schwieriger haben, familiäre Interessen und berufliche Belange vereinbaren zu können. Auf der anderen Seite werden Bewerber mit Familie wohl bevorzugt werden, wenn es darum geht, Positionen dauerhaft zu besetzen, da diese Bewerber einer Firma bzw. einem Arbeitsplatz länger treu bleiben (müssen).

Name und Beruf des Ehepartners:
Auch der Beruf des Ehepartners kann relevant sein, wenn z.B. der Ehepartner in der gleichen Firma arbeitet oder bereits Erfahrungen in der gleichen Branche gesammelt hat. Auch bei der Einschätzung der Mobilität des Bewerbers spielt der Beruf des Lebenspartners eine große Rolle.

Führerschein und PKW:
Oft scheitert eine Bewerbung an der fehlenden Mobilität des Bewerbers. Ist kein eigener PKW vorhanden und der Betrieb gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und das Führen eines PKW in diesem Job nicht unbedingt erforderlich, kann eine Angabe unterbleiben. Bei Tätigkeiten, die einen eigenen KFZ oder zumindest einen Führerschein erfordern, muss eine Angabe erfolgen.

Wehr- und Zivildienst oder freiwilliges soziales Jahr:
Ob der Wehr- oder Zivildienst bereits geleistet worden ist, interessiert selbstverständlichen den Arbeitgeber bei männlichen Bewerbern. Ist er bereits abgeleistet, ist es in bestimmten Fällen sinnvoll, Einsatzbereiche bzw. Tätigkeitsschwerpunkte zu benennen; so kann es für einen Bewerber um einen Ausbildungsplatz als Altenpfleger nur vorteilhaft sein, wenn er während des Zivildienstes bereits in diesem Bereich Erfahrungen gesammelt hat und sich in seiner Berufswahl bestätigt fühlt.
Freiwillige Dienste sollten auf jeden Fall aufgeführt werden - hier können Rückschlusse auf Engagement und Verantwortungsbewusstsein gezogen werden.

Staatsangehörigkeit:
Mit der Staatsangehörigkeit können für den Arbeitgeber zahlreiche arbeits- bzw. ausländerrechtliche Fragen verbunden sein; daher sollten ausländische Arbeitnehmer grundsätzlich ihre Staatsbürgerschaft angeben; auch für deutsche Arbeitnehmer, die sich im Ausland bewerben, ist diese Angabe obligatorisch.

Berufsausbildung:
Bewerber, die bereits eine Ausbildung hinter sich haben, sollten immer ihren Ausbildungsberuf mit entsprechender Abschlussnote und den jeweiligen Ausbildungsbetrieb mit Ausbildungsdauer benennen.

Hochschulstudium (Fächer, Uni, Schwerpunkte):
Hochschulabsolventen dürfen natürlich ihr Studium nicht unerwähnt lassen. In chronologischer Folge sollten die Studienschwerpunkte/-fächer und die jeweilige Uni erwähnt werden. Auch das Thema der Diplom- bzw. von Examensarbeiten kann für den Arbeitgeber interessant sein, wenn sich der Bewerber beispielsweise bereits im Studium mit Inhalten auseinander gesetzt hat, die den Arbeitgeber täglich tangieren.

Auslandserfahrungen:
Auslandserfahrungen, egal ob rein beruflich oder gar über längere Zeit privater Natur, sind für die meisten Arbeitgeber interessant. Sie geben einen Hinweis auf die sprachlichen Kenntnisse des Bewerbers, seine Mobilität und Weltoffenheit. Daher Auslandsaufenthalte und deren Grund immer benennen.

Nebenjobs:
Nebenjobs sind nicht nur eine Möglichkeit, um als Student oder bei Arbeitslosigkeit die Haushaltskasse etwas aufzubessern. Studierende können erste praktische Erfahrungen in der Berufswelt sammeln und Arbeitslose verlieren nicht so schnell den Anschluss an die Berufswelt. Daher ist es immer sinnvoll, diese anzugeben. Auch auf den ersten Blick berufsfremde Tätigkeiten können für einen Bewerber sprechen; so kann einem Bewerber, der regelmäßig in einem Eiscafe als Aushilfe gearbeitet hat, durchaus unterstellt werden, dass er mit anderen kommunizieren kann und Stresssituationen meistern kann.

ehrenamtliche Tätigkeiten:
Tätigkeiten in Vereinen oder andere Ehrenämter deuten darauf hin, dass es sich um einen engagierten und gesellschaftlich aktiven Bewerber handelt, der sich nicht passiv daheim versteckt. Zudem muss man in die meisten Ehrenämter von anderen gewählt werden. Ein Ehrenamt spricht daher dafür, dass der Inhaber andere für sich gewinnen und mit anderen Menschen umgehen kann, was in den meisten Berufen mit Kunden- und Mitarbeiterkontakt elementare Eigenschaften sind. Mit ein wenig Glück, ist der Personalverantwortliche in ähnlichen Bereichen ebenfalls engagiert, was Sympathien schafft.

berufliche Tätigkeiten und Funktion:
Berufserfahrene Bewerber bzw. berufliche Umsteiger sollten in chronologischer Folge unter Angabe des Zeitraumes ihre beruflichen Stationen mit Funktion und Arbeitgeber benennen. Hier sollten Lücken auf jeden Fall vermieden bzw. gut begründet sein, da Arbeitgeber hinter solchen Lücken Probleme vermutet, die der Bewerber vielleicht verschleiern will. Bei einer sehr umfangreichen Erwerbsbiographie sollte sich im Lebenslauf auf die wesentlichen Stationen konzentriert werden. Eine ausführliche Darstellung

Familienphasen:
Die Betreuung von Kindern und anderen Angehörigen sind Möglichkeiten, Lücken in der Erwerbsbiographie zu füllen; problematisch wird es immer dann, wenn diese Phasen mehrere Jahre am Stück angedauert haben, da der Arbeitgeber dann schnell unterstellt, dass in dieser Zeit Kenntnisse und Fertigkeiten verloren gegangen sind und ein erheblicher Einarbeitungsaufwand zu befürchten ist. Im Regelfall beschränken sich mittlerweile die wenigsten ausschließlich auf Haushalt und Familie - durch Weiterbildung, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten kann demonstriert werden, dass der berufliche Anschluss doch nicht so ganz aus dem Blickfeld des Bewerbers gerückt ist.

Weiterbildung:
Weiterbildung, gerade während Zeiten von Arbeitslosigkeit oder Familienphasen ist eine gute Möglichkeit, zu demonstrieren, dass die berufliche Entwicklung nicht vernachlässigt wurde und es sich um einen engagierten Bewerber handelt; daher grundsätzlich benennen.

Selbständigkeit:
Auch Zeiten der Selbständigkeit sollten angegeben werden, auch wenn diese letztendlich missglückt ist. Sie deuten auf Tatkraft und Engagement hin und Kenntnisse, z.B. im Umgang mit Kunden und Lieferanten, sind erworben worden.