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Die so genannte "Dritte Seite"

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. Mittlerweile sind einige Bewerber dazu über gegangen, auf einer separaten Seite, die dem Lebenslauf folgt, alle praktischen berufliche Erfahrungen in einer Liste detailliert aufzuführen, die für die Position, um die sie sich bewerben, relevant sind. Der Arbeitgeber kann sich damit ein differenziertes Bild der Berufserfahrungen und Kenntnisse aus Weiterbildung machen.
Geeignet ist diese Liste daher eher für Bewerber, die auf umfangreiche Berufserfahrungen zurück blicken können und weniger für Berufsanfänger.

Die Gestaltung ähnelt der des tabellarischen Lebenslaufs. Stichwortartig sollten auf einer DIN A4 - Seite, gegliedert nach Schlüsselbereichen, die Qualifikationen aufgeführt werden.

 
 
Achtung:
 
  In der Berufserfahrungsliste geht es um praktisch ausgeübte Tätigkeiten und Erfahrungen! Sie sollen hier nicht ihre fachlich erworbenen Abschlüsse anführen - das geschieht bereits im Lebenslauf und ist im Wesentlichen durch Kopien der Qualifikationsnachweise belegt.  
 

Bei der Weiterbildungsliste werden fachlich erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten im Rahmen außerbetrieblicher Weiterbildung aufgeführt. Bei umfangreicher Weiterbildung kann dies auch auf einer separaten Seite geschehen. Allerdings sind nur berufsrelevante Kurse aufzuführen. Der Hinweis auf den Besuch des KVHS-Kurses "Zur besseren Partnerschaft durch Kamasutra" mag den Arbeitgeber zwar unterhalten, lässt aber für die meisten Berufe keinen Rückschluss auf berufsrelevante Kenntnisse und Fertigkeiten zu.

In die Weiterbildungsliste gehören der Titel der Veranstaltung, der Name des Veranstalters, der Ort, das Jahr und die Dauer der Teilnahme.

Beispiel für eine solche Liste von Hans Einkäufer, der lange Zeit als Wohnungsmakler und leitender Angestellter in einer Immobilienfirma tätig war und demnächst die Umschulung zum Webautor beendet. Er möchte sich bei einer Firma, die auf Überlassung und Anwerbung von IT-Fachleuten spezialisiert ist, als Personaldisponent bewerben:

 
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Berufserfahrungs- und Weiterbildungsliste: Hans Einkäufer
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  Wohnungsmakler bei der Wohnungsbaugenossenschaft Kellerloch eG
 (1984 - 1990)

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  Sachbearbeitung:  
  • Pflege und Datenbestandsaktualisierung der Mieterkartei mit der Hilfe der Datenbankanwendung S-HIT
  • Entwurf und Verwaltung neuer so wie laufender Mietverträge
  • Ausgestaltung von Anträgen für Neubauten
 
  Kundenbetreuung und Außendienste:  
  • Akquise neuer Mieter und Beratungsgespräche sowie Wohnungsbegehungen
  • Verhandlungen und Vertragsabschlüsse mit Baufirmen und Instandsetzungsfirmen
 
  Erfolge:  
  • Umstellung der Mietkarteiverwaltung auf moderne EDV
  • Verbesserungsvorschlag: Anschaffung einer Anrufbeantworteranlage für die Kundenakquise zur Verbesserung der Erreichbarkeit
 
  Leitender Angestellter bei der Wohn-Plan AG
(1990 - 1998)

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  Personalwesen:  
  • Betreuung und Beratung Personalangelegenheiten des 40 Personen umfassenden Mitarbeiterstamms
  • Fertigung von Mitarbeiterbeurteilungen und Führung von Personalgesprächen
  • Vorbereitung und Durchführung von Einstellungsgesprächen
 
  Öffentlichkeitsarbeit:  
  • Redaktion der monatlichen Info-Schrift "Wucher" für Mieter der Wohn-Plan AG
  • Gestaltung und Platzierung von Anzeigen in der regionalen und überregionalen Medien
  • Erstellung und Auswertung von Verkaufs- und Mietstatistiken
 
  Erfolge:  
  • Realisierung von 6 kostenneutralen Neueinstellungen durch Nutzung von Förderleistungen des Arbeitsamtes
  • Einführung des TQM-Systems in der Personalverwaltung
  • Platzierung eines zweiseitigen Beitrages über ökologisch sinnvollen Wohnungsbau anhand des Beispiels "Wohnanlage Strohdach"
 
  Weiterbildung:
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  "Umschulung zum Webautor"
(1999 - 2001)

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  Träger:   Düsseldorfer-Oswald-Ohrn-Fortbildungsinstitut (DOOFi) in Düsseldorf
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  Erworbene Kenntnisse:      
  - Programmiersprachen   HTML, Java und Java-Script  
  - Internetprogramme   MS-Frontpage 97; Flash 4.0  
  - Bildbearbeitung   CorelDraw 9.0; PaintShop Pro; Ulead Gif Animator  
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  Vorzüge der Berufserfahrungs- und Weiterbildungsliste:
  • individuelle Stärken und Qualifikationen können hervor gehoben werden
  • der Lebenslauf und das Anschreiben können kurz und prägnant gehalten werden
  • auch nebenberuflich oder in ehrenamtlich erworbene Erfahrungen können einfließen und breit dargestellt werden
  • insbesondere durch Angabe von Weiterbildung und Nebenjobs können Arbeitslose und Personen, die lange Zeit wegen Kindesbetreuung aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind, demonstrieren, dass durchaus noch verwertbare berufliche Kenntnisse vorhanden sind und sich beständig darum bemüht wurde, den Anschluss an das Berufsleben nicht zu verpassen