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E-Mailbewerbung als neue Bewerbungsstrategie

 
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Die häufigsten Fehler

Große und kleine Fehler unterlaufen unterlaufen jedem von uns täglich. Im Alltag ist das auch nicht weiter tragisch und schnell wieder in Ordnung gebracht und wir können mit der Nachsicht anderer rechnen.
Dies gilt nicht im Bewerbungsverfahren! Auch kleine Fehler führen hier zur sofortigen Disqualifikation des Bewerbers. Nachfolgend daher eine Listung der häufigsten Fehler, die uns bei der Sichtung von Multimediabewerbungen begegnet sind. 

Häufig tauchen die gleichen Fehler, die auch in schriftlichen Unterlagen zu finden sind, auch in der Multimediabewerbung wieder auf. Sie können unsere Listung zu den schriftlichen Bewerbungsunterlagen ebenfalls einsehen: hier klicken. Daher haben wir hier auf typische Fehler, die auch in der schriftlichen Bewerbung auftauchen, bewusst verzichtet.

Fehlerquellen in der Multimediabewerbung

Allgemeine Fehlerquellen

  • Rechtschreib-, Stil- und Zeichensetzungsfehler
    tauchen in Multimediabewerbungen sogar noch häufiger auf, als in den schriftlichen Unterlagen. Scheinbar werden Fehler am Bildschirm schneller übersehen. Drucken Sie daher die einzelnen Seiten Ihrer Multimediabewerbung aus und lassen Sie von einem Dritten Korrektur lesen.
  • Wahl eines ungünstigen Versandweges
    Bei der Versendung von Multimediabewerbungen sollten Sie die genaue Adresse des zuständigen Ansprechpartners kennen. Viele Bewerber schicken Ihre E-Mail an die erstbeste Adresse, die sie auf der Internetseite des Unternehmens finden. Dabei handelt es sich aber häufig um den Webmaster oder eine Werbeagentur, welche die Internetseite im Auftrag des Unternehmens pflegt und selten weiß, an wen die Unterlagen weiter zu reichen sind (und sich dazu oft auch nicht verpflichtet fühlen.
  • Mangelhafte Recherche der technischen Bedingungen
    Sie versenden eine Diskette oder eine E-Mail mit gelungener multimedialer Selbstdarstellung - nur, der Empfänger wird sie sich nie anschauen können, weil er z.B. keine Anhänge von E-Mail herunter laden darf oder fremde Disketten nicht in das EDV-System eingeführt werden dürfen. Das ist ärgerlich!  Hoffentlich haben Sie zu der Diskette noch klassische schriftliche Unterlagen hinzu gefügt bzw. ausreichende Informationen im E-Mailtext, so dass zumindest diese Unterlagen berücksichtigt werden können.

Inhaltliche Fehlerquellen

  • Der Bewerber sagt nicht, worum es ihm geht
    Gerade bei Bewerbungshomepages haben wir oft beobachtet, dass der Betrachter zwar eine starke Präsentation der Stärken und der Kenntnisse des Bewerbers vor findet. Man muss allerdings sehr lange und oft sogar vergeblich danach suchen, was der Bewerber will bzw. auf welchen Posten bzw. für welchen Bereich sich der Bewerber interessiert. Diese Information gehört auf die erste Seite! Kein Personalverantwortlicher opfert seine Zeit für eine Multimediabewerbung, bei der er am Ende feststellen muss, dass der Bewerber in eine ganz andere Richtung strebt und im Unternehmen solche Stellen nicht angeboten werden.
  • Versendung standardisierter Massenbewerbungen
    Gerade die relativ einfache Möglichkeit, elektronische Bewerbungen in großer Zahl sehr kostengünstig zu versenden, verleitet viele Bewerber dazu, die immer gleiche Bewerbung breit zu streuen und an eine Vielzahl von Arbeitgebern zu versenden. Arbeitgeber verlangen aber, dass sich der Bewerber ausführlich mit dem Unternehmen und den vakanten Stellen beschäftigt hat, um auch einen Kandidaten zu finden, der nicht nur fachlich geeignet ist, sondern auch zum Unternehmen passt. Massensendungen werden daher schnell aussortiert. Eine Ausnahme bilden hier lediglich die Zielgruppenkurzbewerbungen; aber auch hier muss für jede Zielgruppe ein passendes Angebot bereit gehalten werden.
  • Der Bewerber kommt nicht auf den Punkt
    Für die erste Sichtung der schriftlichen Bewerbungsunterlagen nehmen sich Personalverantwortliche oft nur 30 - 90 Sekunden Zeit, um zu entscheiden, ob die Unterlagen im weiteren Verfahren berücksichtigt werden sollen. Was soll der Personalchef folglich mit einer 35 Bildschirmseiten umfassenden Multimediabewerbung anfangen?! Fassen Sie sich daher kurz und bringen die Dinge auf den Punkt.

gestalterische Unzulänglichkeiten

  • unprofessionelles Design
    Gerade Anfänger glauben, viele verschiedene Farben, Cliparts und Animationen machen eine gelungene Präsentation aus. Dies ist ein Irrtum. Achten Sie bei der Erstellung einer Präsentation auf ein einheitliches Design und geben damit ein abgerundetes Bild. Vermeiden Sie auch den Einsatz emotional beladener und oft am Bildschirm auch schlecht leserlicher Farben, wie Rottönen oder schwarzen Hintergründen.
  • unübersichtliche Gestaltung
    Einige Bewerber versuchen so viele Informationen wie nur möglich auf eine Bildschirmseite zu "quetschen". Lange Sätze und kleine Schrift strengen die Augen an und erhöhte Konzentration ist erforderlich, um alles zu erschließen. Arbeiten Sie lieber mit großer Schrift und Aufzählungen, damit der Betrachter die wesentlichen Aussagen schnell erfassen kann. Machen Sie aus einer überladenen lieber zwei schnell zu erfassende Seiten.
  • unzulängliche Navigation
    Innerhalb der Präsentation sollte leicht zu navigieren sein. Die Themenübersicht bzw. die Startseite und natürlich die Seite, mit deren Hilfe der Personalchef Kontakt zu Ihnen aufnehmen kann, sollten von jeder anderen Seite aus zu erreichen sein. Auch sollten sich die Navigationselemente immer an der gleichen Stelle befinden und sich im Aussehen ähneln bzw. immer die selben sein, damit der Betrachter nicht lange suchen muss, bis er weiß, wie er weiter kommt.
  • zu viel Egozentrik
    Mit Sicherheit geht es in der Bewerbung um Sie und der personalverantwortliche sollte sich schon ein einigermaßen gutes Bild über Sie machen. Zu viele Bilder von Ihnen können da aber auch kontraproduktiv sein; nicht auf jede Seite muss Ihr Foto! In der Bewerbung gilt es sich selbst in Bezug auf das Unternehmen und die freie Stelle darzustellen (-> So kann ich ein Gewinn für das Aufgabengebiet und das Unternehmen insgesamt ein Gewinn sein!)

technische Hürden

  • Inkompatibilität
    Sie kennen die schwierigsten Techniken und beherrschen die neuesten Programme und das wollen Sie auch zeigen. Leider arbeitet nicht jedes Unternehmen mit den aktuellsten Programmen oder Sicherheitseinstellungen verhindern den Einsatz bestimmter PlugIns. Auch könnte der Personalsachbearbeiter, der nun mal kein IT-Experte sein muss, mit einer technisch komplexen Multimediabewerbung überfordert sein. Halten Sie sich daher im Zweifellsfall an Standards, die sich in Firmen etabliert haben. IT-Experten sollten allerdings auch nicht zu "tief stapeln" und genau ausloten, was in der Firma möglich ist und bei den Personalentscheidern gut ankommt.
  • Umfang und Ladezeiten
    Niemand, der unter Zeitdruck steht, möchte minutenlang E-mails herunter laden oder auf den zeilenweisen Aufbau einer Internetseite warten. Achten Sie daher auf eine angemessene Dateigröße.
  • Auf dem Bildschirm hui, im Drucker...
    Anfangs hatte man erwartet, dass mit PC und elektronischer Post der Papierverbrauch abnimmt - genau das Gegenteil ist eingetreten. Die meisten Mails werden ausgedruckt. das gilt auch für Multimediabewerbungen. Gestalten Sie Ihre Präsentation daher so, dass sie auch auf dem Papier einen guten Eindruck macht oder bieten alternative Druckversionen an.
 
 

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