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E-Mailbewerbung als neue Bewerbungsstrategie

 
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Aufbau und Gestaltung von Multimediabewerbungen

Grundsätzlich gelten für Multimediabewerbungen die gleichen Grundsätze wie für klassische Bewerbungsunterlagen:

C AIDA (Attention, Interest, Desire, Action)
Die Bewerbung muss die Aufmerksamkeit des Personalverantwortlichen erregen. Aus dieser entsteht ein Interesse am Bewerber, welches den Wunsch auslösen sollte, diesen näher kennen zu lernen. Dieser Wunsch muss schließlich so stark werden, dass der Personalverantwortliche den Bewerber auch tatsächlich einlädt (Handlungsauslösung)
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C KISS (Keep it short an simple):
Inhalte und Benutzerführung dürfen den Adressaten zeitlich und inhaltlich nicht zu lange in Anspruch nehmen. Die wesentlichen Aussagen müssen schnell und einfach zu erschließen sein. Im Wesentlichen muss der Bewerber folgende drei Fragen beantworten:
- Wer ist der Bewerber?
- Was will der Bewerber?
- Was kann der Bewerber?

C Liefern Plus 1
Gute Bewerber zeigen dem potentiellen Arbeitgeber nicht nur, dass sie die Erwartungen erfüllen können, sondern darüber hinaus durch bestimmte Talente bzw. Eigenschaften ein Gewinn für das Unternehmen darstellen würden.

Aufbau und Navigation
Bei klassischen Bewerbungsunterlagen gibt es einen typischen Aufbau aus Anschreiben, Lebenslauf und den anderen Unterlagen. Multimediabewerbungen lassen verschiedene Lösungsmöglichkeiten zu. Nachfolgend ein kurzer Überblick darüber, wie man Bewerbungshomepages und andere Bewerbungspräsentationen aufbauen kann.

 

Linearer Aufbau:
Multimediabewerbung mit linearem AufbauBeim linearen Aufbau kann der Betrachter die einzelnen Seiten der Multimediabewerbung nur in einer vorher festgelegten Reihenfolge aufrufen; d.h. er beginnt auf der Startseite und kann jeweils nur vor und zurück blättern. Dies hat den Vorteil, dass keine Inhalte übersehen werden. Der Betrachter kann keine Schwerpunkte setzen und zuerst das aufrufen, was ihn am meisten interessiert. Damit der Betrachter, die Bewerbungspräsentation auch bis zum Ende betrachtet, muss der Bewerber durch einen geschickten Spannungsaufbau entgegen wirken. Diese Form des Aufbaus ist für kurze Bewerbungen von Nicht-IT-Experten geeignet.
 
variabler Aufbau
Multimediabewerbung mit variablem AufbauBeim variablen Aufbau kann der Besucher von der Startseite ausgehend sich die Informationen aufrufen, die ihn am meisten interessieren. Von jeder Seite kann er wieder zur Startseite zurück kehren und weitere Rubriken auswählen. Gerade bei umfangreicheren Projekten besteht allerdings die Gefahr, dass einzelne Seiten bzw. Inhalte übersehen werden. Auch hier empfehlen wir den Einsatz daher nur bei weniger umfangreichen Multimediabewerbungen.
 

Mischung aus linearem und variablem Aufbau: Multimediabewerbung mit einer Mischung aus linearem und variablem Aufbau
Dies ist der Königsweg für umfangreichere Multimediabewerbungen. Die wesentlichen Inhalte finden sich in einem linearen Hauptstrang wieder. Einzelne Punkte können bei Interesse des Betrachters vertieft werden, indem vom Hautstrang weitere Informationen oder Belege für einzelne Aussagen abzweigen. Diese Abzweigungen führen schließlich wieder zurück zum Hauptstrang.
Dies ist eine sinnvolle Lösung für Bewerber, die viel über sich berichten können und wollen oder ihre Aussagen im Hauptstrang durch eingescannte Unterlagen belegen wollen. Bei der Planung der Navigation und der Gliederung muss sehr sorgsam vorgegangen werden. Wir empfehlen diese Vorgehensweise Bewerbern mit fortgeschrittenen IT-Kenntnissen, die sich umfangreich präsentieren wollen.

Hier die Startseite einer Multimediabewerbung mit variablem Aufbau:

Beispiel einer PowerPoint-Bewerbungspräsentation mit linearem und variblem Aufbau

Über die großen Schaltflächen gelangt der Betrachter zu bestimmten Themenschwerpunkten (rot markierter variabler Aufbau). Auf den wichtigsten Seiten findet sich unten ein Informations- und Navigationsbalken, der das Vor- und Zurückblättern im linearen Strang ermöglicht (grüne Umrandung).

 
Gestaltungsgrundregeln

Die gleiche Sorgfalt, vielleicht sogar etwas mehr, die Sie für die Erstellung Ihrer schriftlichen Unterlagen aufwenden, sollten Sie auch für die Erstellung Ihrer Multimediabewerbung veranschlagen.

  • Rechtschreibfehler schleichen sich schnell ein. Nach Erfahrungen der Verfasser finden sich in Multimediabewerbungen häufiger Fehler als in schriftlichen Unterlagen; scheinbar werden diese am Bildschirm schneller übersehen. Drucken sie daher ihre Bewerbung aus und kontrollieren Sie die Drucke sorgfältig und lassen Sie von einem dritten nochmals durchchecken.
  • Ein Ausdruck hilft auch bei der Kontrolle, ob sich alle Inhalt problemlos und in einer ansehnlichen Form zu Papier bringen lassen. Einige Personalverantwortliche möchten sich nämlich gerne Ausdrucke machen. Daher sollte bei der Gestaltung ein Kompromiss zwischen einer optimalen Darstellung am Bildschirm und gelungenen Ausdrucken gefunden werden. Dies gilt insbesondere für Flash-Animationen, die oft aufwendig animiert, aber fast unmöglich auszudrucken sind - auch Frameseiten (also Interneseiten mit Scrollbalken etc.) lassen sich nicht problemlos ausdrucken. Verzichten Sie daher auch auf Frames. Falls Sie sicher gehen wollen, können Sie alternativ ja eine Druckversion anbieten.
  • Verzichten Sie auf lange Texte. Niemand möchte am Bildschirm lange Texte scrollen. Arbeiten Sie lieber mit Überschriften und Aufzählungen. Dabei sollten Sie pro Seite bzw. Folie (bei PowerPoint) nur ein Thema abhandeln.
  • Gerade Neulinge, die erste Erfahrungen mit Gestaltungsprogrammen sammeln, neigen dazu, möglichst viele Farben und Animationen für ihre Multimediabewerbung zu verwenden. Achten Sie lieber auf ein abgerundetes und einheitliches Design, indem Sie:
    - nicht jeder Folie eine neue Hintergrundfarbe geben, sondern ein einheitliches Design durchhalten
    - Schaltflächen immer die gleiche Form und Bedeutung haben und möglichst auf jeder Seite an der gleichen Position wieder zu finden sind (dies erleichtert die Orientierung und vermeidet Frustrationen)
    - Überschriften immer gleich Formatieren
    - Verwendung eines einheitlichen Schriftbildes bzw. nicht all zu vieler unterschiedlicher Schriftarten
 
 

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