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E-Mailbewerbung als neue Bewerbungsstrategie

 
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Wann und für wen eine Multimediabewerbung sinnvoll erscheint

Es kann nicht pauschal gesagt werden, dass Multimediabewerbungen grundsätzlich sinnvoll sind oder in jedem Fall die Bewerbungschancen erhöhen. Dies muss in jedem Einzelfall genau geprüft werden.

Nachfolgend daher einige Überlegungen zu den Vorzügen und Gefahren multimedialer Bewerbungsformen so wie Überlegungen, für welche Berufgruppen ein Einsatz empfehlenswert ist.

weitere Informationen zum Thema Multimediabewerbung
Aufzählung Einführung in die Thematik und Formen
Aufzählung Wann und für wen eine Multimediabewerbung sinnvoll erscheint
Aufzählung Aufbau und Gestaltung von Multimediabewerbungen
Aufzählung Inhalte von Multimediabewerbungen
Aufzählung technische Aspekte bei Erstellung und Versand
Aufzählung Die häufigsten Fehler
Aufzählung Beispiele

 

Vorzüge von Multimediabwerbungen
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Kreativer Gestaltungsspielraum:
Hinsichtlich Aufbau und Inhalten ist die Multimediabewerbung nicht so stark normiert wie die klassische Papierbewerbung. Der Bewerber kann gerade in kreativen Berufen sein gestalterisches Talent zeigen und Ideenreichtum demonstrieren.
C Realisierung zusätzlicher Inhalte:
Der Bewerber kann in der Multimediabewerbung zahlreiche zusätzliche Informationen unter bringen, die in einer Papierbewerbung keinen Platz gefunden hätten. Gerade Personen, die länger im Berufsleben stehen, können mit ihr praktisch erworbene Kenntnisse demonstrieren, die nicht, wie bei Berufseinsteigern durch Zeugnisse oder Diplome belegbar sind. Sie stellt gerade in Internetbewerberbörsen eine sinnvolle Möglichkeit dar, das standardisierte Profil, um eine persönliche Note und zusätzliche Informationen zu erweitern
C Sie kann eine Arbeitsprobe darstellen:
In IT-Berufen oder dem Werbebereich und anderen kreativen Branchen kann eine Multimediabewerbung bereits eine Arbeitsprobe darstellen. Der Bewerber kann hier sein Programmier- bzw. Gestaltungsgeschick unter Beweis stellen. Selbstverständlich sollte die Multimediabewerbung hier auch mit angemessenen Mitteln realisiert werden - ein selbsternannter Webmaster, der zu Bewerbungszwecken eine PowerPoint-Präsentation verschickt, wird spätestens in der Fachabteilung mit dieser viel Gelächter auslösen.
Allerdings kann ein kaufmännischer Sachbearbeiter oder eine Sekretärin mit einer gut gestalteten PowerPoint-Präsentation punkten - sie zeigt, dass die Standard-Büroarbeitsmittel beherrscht werden. Gerade ältere Bewerber können zeigen, dass sie den Computer entgegen allen Vorurteilen beherrschen.
C Innovationsvorteil:
Da bisher nur wenige Bewerber diese Form der (zusätzlichen) Bewerbung nutzen, wird Aufmerksamkeit und Interesse beim Arbeitgeber geweckt. Das Interesse an der Person, die hinter den originell gestalteten Bewerbungsunterlagen steckt, wird größer und eine Folgeeinladung wahrscheinlicher.
C Geschwindigkeits- und Kostenvorteil:
Gerade beim Einsatz als Zielgruppenkurzbewerbung bzw. Initiativbewerbung kann kostengünstig eine große Zahl an Multimediabewerbungen versendet werden. Da der Schwerpunkt auf Internet und Multimedia liegt, fallen auf der Bewerberseite kaum Kosten in Form von Drucken und Porti an. Auch kurzfristige Bewerbungstermine können mit Hilfe der Multimediabewerbung eingehalten werden, da man an die Öffnungszeiten einer Postagentur nicht gebunden ist.
 

Mögliche Nachteile / Gefahren, die sich beim Einsatz von Multimediabewerbungen ergeben könnten
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bei Einsatz von Homepagebewerbungen: bei Einsatz von Bewerbungspräsentationen auf Datenträgern oder im Anhang von E-Mail:
M Das Internet ist nicht anonym. Daher ist davon auszugehen, dass eventuell nicht nur erwünschte Gäste, sondern auch andere Personen auf die Homepage stoßen könnten, die von der Bewerbung bzw. bestimmten Inhalten nichts wissen sollen. Daher muss in diesem Fall auf eine Homepage bzw. bestimmte Inhalte verzichtet werden oder die Seite durch einen Passwortschutz vor unerwünschtem Zugriff gesichert werden.
 

M Nicht jeder Personalsachbearbeiter kann mit dem Internet umgehen und der Umstand, dass die Unterlagen nicht körperlich, sondern nur virtuell vorhanden sind, kann dazu führen, dass diese schnell übersehen oder schlichtweg vergessen werden.
 

M Nicht jeder Bewerber besitzt das technische Geschick und die entsprechende Kreativität, eine ansprechende Homepage zu erstellen. Daher kann sich diese Bewerbungsform auch zum Nachteil des Bewerbers auswirken. Auf jeden Fall sollten fachkundige Personen vor Veröffentlichung zu Rate gezogen werden, um peinliche Auftritte zu vermeiden.
 

M Schwierig ist es zudem , für jeden Arbeitgeber ein adressatengerechtes Angebot an Inhalten bereit zu halten. Zu diesem Zweck müsste für jeden Arbeitgeber eine eigene Homepage erstellt oder sich auf allgemeine Inhalte beschränkt werden.

 

M Der Empfänger ist nicht in der Lage, Anhänge zu öffnen oder ihm ist dies aufgrund der Sicherheitseinstellungen verboten. Im schlimmsten Fall wird die gesamte Nachricht nicht weiter geleitet.

M Bei langsamen Netzwerken dauert der Download der Datei viel Zeit, die der Personalverantwortliche im Regelfall nicht hat. Ein längerer Download strapaziert seine Nerven und die positive Einstellung gegenüber dem Bewerber schwindet.

M Der Empfänger arbeitet mit einer anderen Software oder einer älteren Version, so dass dieser die Multimediabewerbung nur verzerrt oder überhaupt nicht darstellen kann. Die hohe Erwartungshaltung wird enttäuscht.

M Dem Bewerber fehlt es an technischem Geschick oder an Gestaltungsfähigkeit; was er für toll und innovativ hält, ist für den Personalexperten vielleicht "ein alter Hut". Dadurch wirkt der Bewerber nicht gerade kompetent oder macht sich lächerlich.

Personengruppen und Anlässe, bei denen der Einsatz von Multimediabewerbungen sinnvoll erscheint
Anraten können wir den Einsatz von Multimediabewerbungen auf jeden Fall in IT-Berufen und im kreativen Bereichen, in welchem Desktop-Publishing eine Rolle spielt. Diese Bewerber können mit der Multimediabewerbung ihr fachliches Können demonstrieren und auf der Arbeitgeberseite ist davon auszugehen, dass der Empfänger in der Lage ist, mit einer Multimediadatei bzw. dem Internet umzugehen.
Auch bei der Versendung von Zielgruppenkurzbewerbungen, scheint diese Form der Bewerbung aufgrund der geringen Kosten und der hohen Geschwindigkeit sinnvoll.
Alle anderen Bewerber sollten den Einsatz genau überprüfen. Erfolg verspricht eine solche Vorgehensweise immer dann, wenn der PC und das Internet bzw. E-Mail ein übliches Arbeitsmittel im Berufsbild und beim Adressaten-Arbeitgeber sind.
 

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