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E-Mailbewerbung als neue Bewerbungsstrategie

 
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technische Aspekte zur Gestaltung von Bewerbungsemails

Unterschiedliche Formate oder - "ich sehe was, das Du nicht siehst"
Mittlerweile gibt es sehr leistungsstarke E-Mailprogramme, mit deren Hilfe komplette Webseiten mit all ihren Formatierungen, eingebundenen Bildern, Sounds und Animationen verschickt werden können. Was beim Absender aber noch gut durchgestylt und perfekt aufeinander abgestimmt wirkt, kann beim Empfänger bereits als undurchschaubarer Wust an Steuer- bzw. Formatierungszeichen ankommen.

Ursachen dafür können sein:

weitere Informationen zum Thema E-Mailbewerbung:
Aufzählung Einführung in die Thematik
Aufzählung Wann eine E-Mailbewerbung sinnvoll erscheint
Aufzählung Voraussetzungen zur Versendung von E-Mailbewerbungen
Aufzählung technische Aspekte zur Gestaltung von Bewerbungsemails
Aufzählung inhaltliche Gestaltung und Aufbau
Aufzählung Beispiele
Aufzählung weiterführende Literatur

Der Empfänger benutzt ein E-Mailprogramm, dass einen anderen Mailstandard verwendet als der Absender. Für E-Mails gibt es nämlich keine einheitlichen Standards und viele Anbieter von E-Mail-Klienten "kochen ihr eigenes Süppchen" und können fremde Formate nicht oder nur mit Einschränkungen darstellen.
Die Sicherheitseinstellungen des Firmennetzwerkes des Empfängers erlauben die Darstellung bestimmter Elemente von E-Mails nicht. Aus Angst vor Computerviren und Hackerangriffen, wird oft die Möglichkeit der Darstellung von E-Mails im Internetformat (HTML oder RTF) unterbunden, da diese gefährliche Elemente enthalten könnten. Dies bedeutet, auch wenn Sender und Empfänger das gleiche E-Mailprogramm einsetzen, ist nicht gewährleistet, dass bei beiden die selbe E-Mail in der gleichen Weise dargestellt wird.
Einige E-Mailprogramme, die im Ausland eingesetzt werden, können typisch deutsche Buchstaben nicht darstellen. Dazu gehören Umlaute, wie ä, ö, und ü und natürlich Sonderzeichen, wie das ß. Dies gilt auch für ältere Versionen von E-Mailprogrammen, die in manchen Firmen noch zum Einsatz kommen.

Mehr über die Formatierungen von Bewerbungs-E-Mails:

ASCI-Text (keine Formatierungen):

Das ist das ursprüngliche E-Mailformat, das von allen E-Mail-Empfangsprogrammen korrekt dargestellt werden kann. Dies hat auch einen einfachen Grund – in diesem Format sind keine Formatierungen, wie Schriftgröße, Schriftart oder Schriftbreite möglich, sondern nur reiner Text; daher wird es häufig auch als Nur-Text-Format bezeichnet. Das standardmäßig in der T-Online-Software enthaltene E-Mailprogramm kann z.B. nur solche Mails verschicken. Sollte der Bewerber Bewerbungen ins Ausland verschicken, ist zu beachten, dass die dortigen Programme Umlaute im Regelfall nicht darstellen können – verwendet werden sollte anstatt der üblichen Umlaute:

******ä -> ae******ä -> ue ******ü -> ue******ö-> oe

Im Zweifelsfall sollte diesem Format Vorrang eingeräumt werden. Ein E-Mail-Text in diesem Format kann auf nahezu jedem Internetrechner dargestellt werden.

 

Rich-Text-Format (Textformatierungen möglich):

Im sogenannten Rich-Text-Format können einfache Textformatierungen (Auswahl der Schriftart, -farbe, -größe; Verwendung von Blocksätzen etc.) vorgenommen werden. Aber bereits hier gibt es bei der Darstellung einiger E-Mailempfangsprogramme erhebliche Kompatibilitätsprobleme. Bei der Verwendung von Outlook durch das Unternehmen, kann im Regelfall davon ausgegangen werden, dass dieses Format auch dargestellt werden kann.

 

HTML-Format (komplette Internetseiten):

Manche E-Mailprogramme können mittlerweile sogar komplette Internetseiten mit animierten Bildern und Sounds verschicken, wie z.B. Microsofts Outlook. Solche Mails sollten nur verschickt werden, wenn sich der Absender absolut sicher ist, mit welchem Programm der Empfänger arbeitet (und er muss natürlich in der Lage sein, HTML-Seiten zu verfassen). Allerdings haben viele Arbeitgeber aus Furcht vor Computerviren, bestimmte Einstellungen in E-Mailprogrammen ihrer Mitarbeiter gesperrt, wodurch E-Mails im html-Format ebenfalls nicht korrekt dargestellt werden.

Die Empfehlung der Verfasser lautet daher, im absoluten Zweifelsfall die E-Mailtexte im reinen ASCI-Text zu verfassen. Das Rich-Text-Format wird von den meisten E-Mailprogrammen verstanden und kann verwendet werden, wenn der Empfänger die verbreiteten E-Mail-Programme verwenden.  Nachrichten im HTML-Format sollten nur Anwendung finden, wenn E-Mailprogramm als auch Sicherheitseinstellungen in der Firma bekannt sind und dies zulassen.
 

 

Achtung! Sofern Sie mit in HTML oder RTF formatierten Mail arbeiten, verwenden Sie nur übliche Schriftarten, wie Arial, Courier New oder Verdana! Schriftarten, die auf dem System des Empfängers nicht installiert sind, können bei diesem nicht dargestellt  werden. Der Computer ersetzt die Zeichen einfach durch eine andere auf dem System installierte Schriftart, was Ihre Formatierungen durcheinander bringen kann.

 

Anhänge von Bewerbungs-E-Mails

Zusammen mit dem eigentlichen E-Mailtext können auch Dateien verschickt werden. So liegt die Überlegung nahe, die eigentliche Bewerbung mit einem Textverarbeitungsprogramm zu gestalten und Zeugnisse so wie andere Nachweise einzuscannen und per E-Mail zu verschicken. Wer folglich unbedingt Wert auf bestimmte Formatierungen legt, sollte z.B. auf Worddokumente als Anhang der E-Mail zurück greifen. Dieses Verfahren ist aber auch mit Schwierigkeiten verbunden.

Betrachten wir zunächst das Kompatibilitätsproblem. Textdateien oder Präsentationen benötigen im Regelfall ein Programm, mit dem sie geöffnet werden können. Verschickt der Bewerber z.B. ein mit der Textverarbeitung Star-Office verfasstes Dokument, so wird der Empfänger, der mit Word arbeitet, Probleme beim Öffnen haben.

Nachfolgend einige Dateitypen und Hinweise auf ihre Eignung für E-Mailbewerbungen:

Word-Dokumente: Auf über 80% der Bürorechner ist MS-Word installiert. Ein Worddokument wird im Regelfall geöffnet werden können; zumal die meisten anderen Textverarbeitungen kompatibel zum Word-Format sind. Der Bewerber sollte allerdings nicht das aktuelle 97er-, 2000er- oder XP-Format verwenden, sondern das Format der Version von 1995 (auch als Word 6.0 bezeichnet). Dann haben nicht nur Verwender älterer Word-Versionen, sondern auch anderer Textverarbeitungen keine Probleme mit dem Öffnen, da für dieses Format zumeist Filter vorhanden sind.

PowerPoint-Präsentationen: Da PowerPoint genau wie Word zum MS-Office-Paket gehört, ist dieses ebenso verbreitet. Allerdings wird es von weniger Anwendern genutzt. Sollte der Bewerber eine PowerPoint-Präsentation verschicken, ist diese als selbst abspielende Präsentation (Dateiendung *.pps) zu verschicken. Dadurch kann der Empfänger die Präsentation automatisch ablaufen lassen, ohne mit PowerPoint an sich in Berührung zu kommen, da dieses im Hintergrund gestartet wird.

Andere Textverarbeitungen: Im Format anderer Textverarbeitungen sollten Unterlagen nicht verschickt werden, da deren Verbreitungsgrad oft zu wünschen übrig lässt. Arbeitet der Bewerber mit einer anderen Textverarbeitung als Word, kann der Bewerber seine Dokumente ggf. im Rich-Text-Format (kurz rtf) speichern. Zu diesem sind fast alle Textverarbeitungsprogramme kompatibel.

Einen relativ sicheren Weg bietet auch die Verwendung des kostenlosen Textprogramms WordPad oder Write. Dies ist im Regelfall auf allen Windows-Systemen installiert.

PDF-Dateien: Sofern der Bewerber in der Lage ist, PDF-Dateien zu erzeugen, sind diese auch geeignet (insbesondere für eingescannte Unterlagen), da auf vielen Bürorechnern das entsprechende Leseprogramm installiert ist. Zudem wird das Dokument immer in gleicher Form dargestellt.
 

Ein weiteres Problem liegt im Umfang der E-Mail-Anhänge. Gerade in kleineren Firmen, in denen der Sachbearbeiter selbständig die E-Mails herunter laden muss, kann ein Download eines umfangreichen Anhangs viel Zeit in Anspruch nehmen, die ein Personalverantwortlicher im Regelfall nicht aufwenden möchte. Als Größe der Anhänge sollten 500 – 800 Kilobyte auf keinen Fall überschritten werden.
Daneben haben viele Firmen Angst vor Virenattacken. E-Mailanhänge sind potentielle Überträger von Computerviren. Daher ist es in einigen nicht erlaubt, Anhänge herunter zu laden.

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