|
Wann eine
E-Mailbewerbung sinnvoll erscheint
Ob die Verwendung
von E-Mail im Bewerbungsprozess angeraten werden
kann und ob diese die Chancen, die gewünschte
Stelle zu erhalten, tatsächlich verbessert,
muss grundsätzlich im Einzelfall überprüft
werden. Nachfolgend die Aufzählung einiger
Hinweise, die für den Einsatz von Bewerbungs-E-Mails
sprechen:
- in der
Stellenanzeige wird ausdrücklich um
eine Bewerbung via E-Mail gebeten; hier
ist in jedem Fall eine E-Mailbewerbung angebracht
|
weitere
Informationen zum Thema E-Mailbewerbung:
|
|
|
das Stellenangebot,
auf das sich die Bewerbung bezieht, stammt
aus dem Internet; eine Firma, die zur
Veröffentlichung ihrer freien Stellen das Internet nutzt,
muss damit rechnen, dass Bewerber als Antwort das gleiche
Medium nutzen. Im Regelfall bieten die meisten Stellenbörsen
Bewerbern sowieso die Möglichkeit, direkt via E-Mail
auf das Stellenangebot zu antworten.
Dies kann allerdings nur für Stellenangebote
angenommen werden, die von den Firmen auch eigenverantwortlich ins
Internet eingestellt und betreut werden. Ein kleiner Friseur, der einem
privaten Arbeitsvermittler oder dem Arbeitsamt eine Vermittlungsauftrag
gibt und eine automatische Veröffentlichung im AIS erfolgt, wird kaum
ein Interesse an einer E-Mailbewerbung haben!
- im Stellenangebot, beispielsweise
in der Tageszeitung, ist eine E-Mailadresse angegeben;
eine Stellenanzeige ist zugleich auch Werbung für das
Unternehmen und verfolgt das Ziel, auf ökonomische
Weise geeignete Kandidaten für das Unternehmen zu gewinnen.
Bei professioneller Gestaltung sind ihre Informationen daher
auf das Wesentliche reduziert - es wäre daher sehr
unsinnig, eine E-Mailadresse als Kontaktmöglichkeit
anzugeben, wenn ein solcher Kontakt nicht erwünscht
ist. Leider bedenken dies einige Unternehmen nicht und veröffentlichen
ihre Mailadresse trotzdem, da es zum "guten Ton"
gehört, eine eigene E-Mailanbindung zu haben. Bestehen
in einem solchen Fall massive Zweifel, ob eine E-Mailbewerbung
willkommen ist, so erscheint eine vorherige Anfrage beim
Unternehmen durchaus angemessen.
.
- in bestimmten Branchen
kann die Akzeptanz von E-Mailbewerbungen unterstellt werden;
Unternehmen im IT-Bereich nehmen im Regelfall Bewerbungen
via E-Mail gerne an. So erhalten bereits einige der großen
IT-Firmen in Deutschland fast 50% ihrer Bewerbungen auf
dem elektronischen Wege. Auch im Werbe- und Multimediabereich
ist eine große Aufgeschlossenheit gegenüber dieser
Bewerbungsform zu beobachten.
Stellenwert von E-Mail im
Rahmen der Bewerbungsstrategie insgesamt
Der Erfolg und die Akzeptanz
des Einsatzes von E-Mail im Bewerbungsprozess ist selbstverständlich
abhängig, vom Stellewert des Mediums in Ihrer Gesamtstrategie.
Baut diese hauptsächlich auf E-Mail auf, sollte natürlich
auf Arbeitgeberseite eine große Akzeptanz gegenüber
der neuen Technik vorhanden sein. Handelt es sich bei der Verwendung
von E-Mail allerdings lediglich um eine Ergänzung der regulären
Bewerbungsbemühungen, kann durchaus auch mutiger vorgegangen
und eine E-Mail "auf Verdacht" versendet werden.
|
|
E-Mail als Schwerpunkt
der Bewerbungsstrategie bzw. Ersatz der klassischen
Bemühungen
|
|
Soll die E-Mail Ihre
klassischen Papierunterlagen vollständig ersetzen,
so müssen im Regelfall zwei Bedingungen erfüllt
sein:
|
- das Unternehmen
hat nachweislich eine hohe Akzeptanz gegenüber
E-Mailbewerbungen - die via E-Mail versendeten
Unterlagen müssen alle Informationen enthalten,
die in klassischen Papierunterlagen auch zu
finden wären
|
|
|
E-Mail als Ergänzung
der Bewerbungsstrategie bzw. als eine Maßnahme von vielen
|
|
Die E-Mail als Hilfsmittel
zur Informationsbeschaffung Fragen kostet
nichts! Ganz im Gegenteil, die richtigen Fragen zu
stellen, kann sogar etwas einbringen! Mit der Hilfe
einer gut ausformulierten E-Mail können Sie z.B.
Informationsmaterial über das Unternehmen anfordern
und gezielt Fragen nach freien Stellen,
Bewerbungsmodalitäten etc. stellen. Erhalten Sie
eine Antwort, so wissen Sie nicht nur mehr über das
Unternehmen und können eine entsprechende
Bewerbungsstrategie entwickeln; Sie können in Ihrem
Bewerbungsanschreiben auf die Antwort Bezug nehmen.
Introvertierte Bewerber können mit Hilfe einer
ersten Mail telefonische Anfragen vorerst
umgehen.
Derartige Mails sollten Sie direkt an die
Personalverwaltung richten; aber natürlich auch an
die Stelle für Marketing und
Öffentlichkeitsarbeit, die im Regelfall gerne, in
der Hoffnung neue Kunden zu gewinnen, Infomaterial
über das Unternehmen versendet.
|
|
.
|
Die E-Mail als Zielgruppenkurzbewerbung: Die
Zielgruppenkurzbewerbung (ZKB) ist eine Sonderform
der Initiativbewerbung, bei welcher der Bewerber auf
Verdacht seine Bewerbungsunterlagen an potenzielle
Arbeitgeber versendet. Bei der
Zielgruppenkurzbewerbung wird kein Satz kompletter
Unterlagen verschickt, sondern lediglich 2 - Seiten mit
Anschreiben, Lebenslauf und Berufserfahrungs- und
Weiterbildungsliste bzw. einem beruflichem
Kurzprofil (daher kurz!). Sie richtet sich an breite
Gruppe von Arbeitgebern, die alle das gleiche oder
ein ähnliches Problem haben und für das der Bewerber
den geeigneten "Problemlöser" darstellt. Sie
erfordert im Vorfeld genaue Recherchen und darf
keinesfalls den Beigeschmack einer mit wenig Aufwand
gestalteten Massensendung haben. [Weitere
Informationen demnächst]
Die Zielgruppenkurzbewerbung dient oft dazu, das
Interesse des Arbeitgebers abzuchecken. Dieser
fordert dann im Regelfall , sofern er vermutet, dass
der Bewerber geeignet erscheint, weitere
ausführliche Unterlagen an.
Gerade in diesem Bereich erweist sich die E-Mail
immer mehr als schnelles und kostengünstiges
Instrument, einen ersten Kontakt herzustellen.
|
|
.
|
Die
E-Mail als Nachfassbrief Nachdem die schriftlichen
Unterlagen heraus gegangen sind oder nach einem
Vorstellungsgespräch versuchen viele Bewerber,
mit einem kurzen Schreiben auf sich und ihre Fähigkeiten
gesondert aufmerksam zu machen und wollen besonderes
Engagement und Interesse an der ausgeschriebenen
Stelle demonstrieren. Ein solcher Nachfassbrief
darf ausgedruckt nicht mehr als eine DIN A4-Seite
in Anspruch nehmen. Auf keinen Fall dürfen
Sie hier die Inhalte des vorangegangenen Bewerbungsschreibens
wiederholen. Getreu der Selbstvermarktungsregel
"Liefern Plus 1" sollten Sie hier Informationen
anführen, welche dem Arbeitgeber noch nicht
geläufig sind und für Sie als Bewerber
sprechen. Bitte missbrauchen Sie das Schreiben
nicht, um den Personalverantwortlichen zu einer Antwort
auf vorangegangene Bewerbungsbemühungen zu
drängen; Schreiben mit dem Tenor "Warum
habe ich noch immer keine Antwort von Ihnen?!"
erwecken im Regelfall keinen sehr guten Eindruck. E-Mail
hat hier gegenüber dem Postweg für den
Arbeitgeber den Vorteil, dass er sich nicht mit
zusätzlichen Schriftstücken "ärgern"
muss. Er kann selber entscheiden, ob er die Informationen
in der E-Mail nutzt oder diese ignoriert und sich
in seiner Entscheidung allein auf die bereits vorliegenden
schriftlichen Unterlagen stützt. Für den
Bewerber ist dies eine relativ kostengünstige
Möglichkeit, zusätzlich Werbung in eigener
Sache zu betreiben.
|
|
|
|
|
[hier geht`s weiter]
|