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E-Mailbewerbung als neue Bewerbungsstrategie

 
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Einführung in die Thematik
In den meisten Jobs ist die E-Mail neben Briefpost und Fax eine unverzichtbare Selbstverständlichkeit. Ein relativ großer Teil beruflicher und privater Kommunikation wird ausschließlich über dieses Medium abgewickelt. Diese Entwicklung ist nicht verwunderlich, hat doch die  E-Mail  gegenüber den klassischen Medien zahlreiche Vorzüge:
  • hohe Geschwindigkeit; E-Mails erreichen ihren Empfänger weltweit in wenigen Minuten
  • ständige Empfangsbereitschaft des Empfängers; auch wenn der Empfänger gerade beschäftigt ist, landet die Mail in seinem virtuellen Postfach und kann später gelesen werden
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  • geringe Kosten; da es so etwas wie Porti nicht gibt und auch keine Träger, wie Papier etc, erforderlich sind
     
  • zusätzliche Daten können als Anhänge ohne großen Aufwand mit versendet werden
  • verbesserte Erreichbarkeit; der Empfänger kann im Regelfall seine Mails bei der Wahl entsprechender Anbieter an jedem PC mit Internetanbindung abrufen

Diese Umstände und die große Verbreitung der elektronischen Post lassen die Überlegung, E-Mail auch im Bewerbungsprozess einzusetzen, sehr naheliegend erscheinen. Bevor ein Bewerber sich allerdings zu einem solchen Schritt entschließt, sollte er sich auch mit den Tücken und Nachteilen der elektronischen Post vertraut machen:

  • das Datenschutzproblem; eine unverschlüsselte E-Mail ist im Internet für Profis so einfach zu lesen, wie für den Briefboten eine Postkarte. Allerdings darf nicht immer die Umwelt von Ihren Bewerbungsbemühungen wissen. Daher sollten Sie Bewerbungs-E-Mails auf keinen Fall über das Netzwerk Ihres bisherigen Arbeitgebers versenden oder Ihre E-Mailadresse in der Firma als Referenz angeben.
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  • das Kompatibilitätsproblem; mit E-Mail ist vieles möglich. So können graphisch gut durchgestylte html-Dokumente versendet werden. Allerdings nicht jeder Empfänger hat das entsprechende E-Mailprogramm oder die Sicherheitseinstellungen der Firma erlauben es nicht, dieses Format darzustellen. Die Nachricht kann beim Empfänger im schlimmsten Fall als ein "unübersichtlicher und unleserlicher Wust an Zahlen und Steuerzeichen" ankommen. Ähnliches gilt für mögliche Anhänge der E-Mail.
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  • das Akzeptanzproblem; in vielen Unternehmen wird der ökonomische Wert von E-Mail unterschätzt und das Medium als "nettes Spielzeug" betrachtet. Eine Bewerbung via E-Mail wird hier folglich nie so ernst genommen werden, wie eine schriftliche Bewerbung.
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  • das Aufwandsproblem; für viele Menschen wird E-Mail bereits zu einem Problem. So gibt es Menschen, die täglich mehrere hundert elektronische Nachrichten erhalten. Aus einem solchen Berg aus beruflicher und privater Post und einer nicht zu unterschätzenden Anzahl von Werbesendungen und Newslettern die relevanten Informationen heraus zu filtern, wird für immer mehr Menschen zu einem Problem. All zu schnell geht da eine große Zahl an Nachrichten (gerade von unbekannten Absendern) ungelesen in den Papierkorb. Zudem müssen wichtige Informationen im Regelfall ausgedruckt werden. Dies gilt oft für elektronische Bewerbungen, damit diese mit den konventionellen Unterlagen anderer Bewerber besser verglichen werden können. Das Ausdrucken kostet Zeit und verursacht Kosten - Dinge, die Personalverantwortliche in den seltensten Fällen opfern wollen.

Diese Probleme lassen sich allerdings durch gute Vorbereitung und intensive Beschäftigung mit der Thematik weitgehend vermeiden. Zudem gibt es Branchen und Momente, in denen eine E-Mailbewerbung durchaus angemessen erscheint und sogar die Chancen auf eine weitere Teilnahme am Auswahlverfahren verbessert.

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